Benjamin Schmid

Zum Konzert am 31. August 2015

Zu Mozarts 250. Geburtstag im Jahre 2006 startete Almut Preuß-Niemeyer mit einer Kammermusikreihe in Minden. „Montags Mozart und Moderne“ hieß es damals, und so soll dieses Konzert eine kleine Rückschau auf dieses erste Jahr sein und zeigen, wie alles begann! Mit dem Salzburger Geigenvirtuosen Benjamin Schmid wird ein ausgesprochener Kenner der Mozartschen Violinkompo­sitionen zu hören sein, hat er doch nicht nur unzählige Male dessen Violin­kon­zerte in aller Welt aufgeführt, sondern auch beim Henle-Musik­verlag sämtliche Violinsonaten neu editiert. Während der russische Komponist Igor Strawinsky 1934 französischer und 1945 amerikanischer Staatsbürger wurde, ging Sergei Prokofieff nach 15 jährigem Aufenthalt in Paris wieder in die Sowjetunion zurück, ein Zwiespalt zwischen Kosmopolitentum und Nationalgefühl, der auch seine Werke wesentlich beeinflußte. Strawinskys „Divertimento“ und die Sonate f-moll Nr.1 op. 80 von Prokofieff gehören zu den wichtigsten Werken der Kammer­musik für Violine und Klavier des 20. Jahrhunderts. Die Preludes von Schostakowitsch hat Benjamin Schmid eingespielt und werden in diesem Jahr auf dem CD-Markt erscheinen.


Benjamin Schmid, aus Wien stammend, gewann u.a. 1992 den Carl Flesch Wettbewerb in London, wo er auch den Mozart-, Beethoven- und Publikumspreis errang. Seither gastiert er auf den wichtigsten Bühnen der Welt mit namhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, Philharmonia Orchestra London, Petersburger Philharmoniker, Concertgebouw Orchester Amsterdam, Rotterdam Philharmonie Orchestra oder Tonhalle Orchester Zürich unter Dirigenten wie Dohnányi, Zinman, Ozawa, Sondergard, Valery Gergiev oder Metzmacher. Seine solistische Qualität, die außerordentliche Bandbreite seines Repertoires - neben den üblichen Werken etwa auch die Violinkonzerte von Hartmann, Gulda, Korngold. Britten, Szymanowsky, Weill, Lutoslawski oder Schönberg - und insbesondere auch seine improvisatorischen Fähigkeiten im Jazz machen ihn zu einem Geiger mit unvergleichlichem Profil.  

Benjamin Schmid gibt ca. hundert Konzerte pro Jahr in aller Welt. Seine rund 50 CDs wurden u.a. mit dem Deutschen Schallplattenpreis, Echo Klassik, Grammophone Editor's Choice oder der Strad Selection ausgezeichnet. Er unterrichtet als Professor am Mozarteum in Salzburg. gibt weltweit Meisterklassen und ist Gastprofessor an der Hochschule der Künste in Bern.

Über Benjamin Schmid wurden mehrere Filme gedreht, die die herausragende künstlerische Persönlichkeit des Geigers in weltweiter TV-Ausstrahlung festhielten. 2006 erhielt Benjamin Schmid den "Internationalen Preis für Kunst und Kultur" in seiner Heimatstadt Salzburg.  

Im Juni 2011 folgte Benjamin Schmid einer wiederholten Einladung der Wiener Philharmoniker, diesmal mit dem Violinkonzert von Paganini/Kreisler im "Sommernachtskonzert", das ähnlich dem Neujahrskonzert weltweit live- TV übertragen wurde und als DVD/CD-Deutsche Grammophon Gesellschaft im Handel erhältlich ist. 2013 und 2014 erhielt Benjamin Schmid den "Preis der Deutschen Schallplattenkritik" für seine Einspielungen der Violinkonzerte von Ermanno Wolf-Ferrari und György Ligeti 

Benjamin Schmid konzertiert auf der Stradivari Violine "ex Guyout" 1705 und ist als einer der wichtigsten Geiger in dem Buch "Die Großen Geiger des 20. Jahrhunderts, Vol. 2" von Jean-Michel Molkou (Verlag Buchet-Chastel) portraitiert.