Markus Becker

 

Im internationalen Konzertleben überzeugt Markus Becker seit vielen Jahren als erkenntnisstiftender Interpret der Klavierliteratur von Bach bis Rihm, als ideenreicher Programmgestalter, und als profilierter Künstler, der im Jazz seine zweite Heimat hat.

Markus Becker setzt Maßstäbe mit den Konzerten von Bach, Beet­hoven, Brahms und Gershwin, aber auch mit Wiederentdeckun­gen wie Pfitzner, Hindemith, Draeseke, Jadassohn oder den beiden Konzerten für die linke Hand von Franz Schmidt. In seinen Solo­programmen kontrastiert Markus Becker Wiederentdeckungen mit Standardwerken der klassisch-romantischen Literatur. Als vir­tuoser Jazz-Improvisator ist er eine Ausnahmeerscheinung unter klassischen Pianisten.

Markus Becker studierte bei Karl-Heinz Kämmerling und erhielt über viele Jahre wichtige Anregungen durch Alfred Brendel. Heute verbindet Markus Becker seine internationale Konzerttätigkeit selbst mit dem Anliegen, künstlerische Erkenntnisse auch außer­halb des Konzertsaals weiterzugeben: Seit 1993 ist er Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Hier betreut er eine Klasse von Pianisten und Kammermusik-Ensembles, die immer wieder durch Wettbewerbserfolge auf sich aufmerksam machen.

Becker erhielt dreimal den ,ECHO-Klassik' und wurde mehrmals mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik und dem ,Editor's choice' in GRAMOPHONE ausgezeichnet. Als legendär gilt bereits heute seine Gesamteinspielung des Klavierwerks von Max Reger auf insgesamt 12 CDs (Thorofon). Das FonoForum urteilte über diese enzyklopädische Großtat: „Eine der seltenen wahrhaft gro­ßen Leistungen deutscher Pianistik der letzten fünfzig Jahre".

Kammermusikeinspielungen von Regerschen Werken, u.a. die Cellosonaten mit Alban Gerhardt folgten. Im Regerjahr 2016 stehen mit dem Klavierquartett op. 133, den Beethoven-Variatio­nen an zwei Klavieren (mit Igor Levit als Partner) und dem Klavierkonzert op. 117 weitere monumentale Werke des deutschen Komponisten auf dem Konzertkalender von Markus Becker.