Preußens Künstlertreff

 

 

Erste Werke für das einhändige Klavierspiel gab es vereinzelt schon Ende des 18. Jahrhunderts, Mitte des 19. Jahrhunderts waren es komponierende Virtuosen, die der Entwicklung der Klaviertechnik für die linke Hand ihre besondere Aufmerksamkeit schenkten.

Ihre existenzielle Notwendigkeit erhielt dieses Repertoire erst durch den bekanntesten einarmigen Musiker der Vergangenheit, den Österreicher Paul Wittgenstein (1887 – 1961), der im Ersten Weltkrieg durch eine Verletzung den rechten Arm verlor, aber unverdrossen mit links konzertierte und namhafte Komponisten, darunter Paul Hindemith, Maurice Ravel, Sergei Prokofieff und Richard Strauss, um Spezialwerke bat. In unserer Zeit ist es vor allem der US-amerikanische Pianist Leon Fleisher, dessen rechte Hand durch eine heimtückische Krankheit erlahmte und ihn vierzig Jahre lang zum Spielen des linkshändigen Repertoires zwang. Erst neue Therapien ermöglichten es Fleisher wieder, beidhändig zu spielen.

 

Über die Besonderheit dieses Repertoires und die Herausforderung des Musizierens mit nur einer Hand diskutiert Almut Preuß-Niemeyer mit dem Neurowissenschaftler Eckart Altenmüller und dem Pianisten Markus Becker, der selbst Werke für die linke Hand allein eingespielt hat.

 

Gäste:

 

Prof. Dr. Eckart Altenmüller

Neurowissenschaftler und Spezialist für Musikerkrankheiten

 

Markus Becker

Pianist und Professor für Klavierkammermusik

an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

 

Es spielen Studenten der Hochschule für Musik,

Theater und Medien Hannover aus den Soloklassen von:

Prof. Ewa Kupiec

Prof. Bernd Goetzke

Prof. Lars Vogt